Meeresverschmutzung durch Plastik: Warum dein Badezimmer mit dem Strand verbunden ist
Meeresverschmutzung durch Plastik beginnt oft dort, wo wir es am wenigsten vermuten: in unseren eigenen vier Wänden, direkt hinter der Badezimmertür. Was wir achtlos in die Toilette werfen, landet oft schneller im Ozean, als uns bewusst ist. Gemeinsam mit unserem Partner The Trash Traveler werfen wir einen Blick auf die unbequeme Wahrheit, die nach jedem Sturm an die Strände gespült wird.
Die schockierende Realität an unseren Küsten
Spritzen, Wattestäbchen, Tampon-Applikatoren und Medikamentenverpackungen, das klingt eher nach einer medizinischen Einrichtung als nach einer idyllischen Badebucht. Doch genau das ist die Ausbeute, die man nach nur fünf Minuten an den Stränden von Lissabon findet. Es ist eine direkte Folge unseres Umgangs mit Badezimmerartikeln.
Warum Kläranlagen an Plastik scheitern
Abwasserreinigungsanlagen sind für menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier konzipiert. Plastikartikel hingegen verhalten sich völlig anders:
Sie verstopfen Rohre und beeinträchtigen die Mechanik.
Bei starkem Regen sind viele Kanalsysteme überlastet, wodurch unbehandeltes Abwasser samt Plastik direkt in Flüsse und Meere geleitet wird.
Leichte Gegenstände wie Wattestäbchen entkommen den Filtern besonders einfach.
Die Gefahr durch medizinische Kunststoffe
Besonders besorgniserregend sind Funde wie Insulinnadeln oder Rektalgel-Tuben. Diese bestehen oft aus langlebigen Polymeren wie Polypropylen (PP) – genau dem Material, das wir bei Ocean Package für unsere Mehrwegboxen nutzen, allerdings in einem verantwortungsvollen, geschlossenen Kreislaufsystem.
In der freien Natur bleiben diese Stoffe Jahrzehnte erhalten, zerfallen langsam zu Mikroplastik und können zudem chemische Rückstände von Arzneimitteln in das Ökosystem Meer tragen.
Das Problem mit Blisterverpackungen und Feuchttüchern
Medikamenten-Blister und Feuchttücher sind in der Meeresumwelt extrem langlebig. Vor allem Feuchttücher, die oft aus synthetischen Fasern bestehen, wurden bereits in schockierenden Zusammenhängen dokumentiert (lies hierzu auch unseren Artikel „Von der Toilette in die Tiefe: Wie Feuchttücher unsere Ozeane verschmutzen).
Schutz der Meere beginnt zu Hause
Die Wahrheit ist simpel, aber unbequem: Die Toilette ist kein Mülleimer. Jedes Teil, das wir hinunterspülen, trägt zur Meeresverschmutzung durch Plastik bei. Um dieses Problem langfristig zu lösen, brauchen wir drei Dinge:
Mehr Bewusstsein bei jedem Einzelnen.
Besseres Produktdesign, das auf Kreislauffähigkeit setzt.
Eine verbesserte Infrastruktur und innovative Mehrwegsysteme.
Wir bei Ocean Package arbeiten täglich daran, den Verpackungsmüll um über 95% zu reduzieren, damit weniger Plastik überhaupt erst in den Umlauf kommt. Denn das Meer ist über unsichtbare Rohre mit unseren Badezimmern verbunden, sorgen wir dafür, dass nur das dort landet, was auch dorthin gehört.
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie wir durch zirkuläre Verpackungen den Plastikmüll in den Ozeanen reduzieren? Schau dir unser Packaging-as-a-Service Modell an!
Relevante Inhalte
Von der Toilette zum Strand
Meeresverschmutzung durch Plastik: Warum dein Badezimmer mit dem Strand verbunden...
Read More3 Bühnen, 6 Städte: Unser Event-Marathon für Circular Logistics
Die vergangenen Wochen bei The Ocean Package standen ganz im...
Read More